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Wie viel Hz sollte ein Fernseher haben?

Hersteller werben mit immer größeren Bildwiederholraten. Nicht selten ist die Rede von 400 Hz, 800 Hz oder bis zu 3.200 Hz. Dazu kommen noch sämtliche Kürzel wie MCI, AMR, CMR und viele andere. Neben der Auflösung und der Größe Deines neuen Fernsehers, spielt die Bildwiederholrate eine wichtige Rolle. Ein typischer Trugschluss ist – je höher die Bildwiederholrate, desto besser das Ergebnis. Mehr ist nicht immer besser, LED TV Test erklärt dir wieso!

Wie berechnet Dein Fernseher Bilder?

Damit das Bild Deines Fernseher flüssiger dargestellt wird, werden einzelne Bilder mehrmals hintereinander angezeigt. Zwischen diesen hintereinander angezeigten Bilder, werden einzelne dieser Bilder jedoch abgedunkelt angezeigt. Hier spricht man, von sogenannten „Halbbildern„. Das PAL-Format zeigte somit mit 50 Hz, wo eigentlich 50 Bilder pro Sekunde angezeigt werden, tatsächlich nur 25 Bilder. Diese Unterbrechungen im Licht sorgt für einen gewissen Rhythmus und schärft somit das angezeigte Bild. Bedeutet im Umkehrschluss – um Unschärfen zu verringern, werden Bilder hinzugerechnet.

Das menschliche Gehirn ist jedoch nur in der Lage 14 – 30 Bilder pro Sekunde zu verarbeiten. Weshalb auch Kino-Filme und TV-Sendungen mit 24 Bildern pro Sekunde produziert werden. So viel zu dem, was Du überhaupt verarbeiten kannst.

Wie viel Herz brauch dein Fernseher überhaupt?

In Zeiten von Full HD Auflösung, Blu-Rays und Co. sollte Dein Fernseher mindestens 100 Hz aufweisen. Diese Bildwiederholrate reicht auf jeden Fall aus um alle gängigen Formate problemlos darzustellen. Die derzeit höchste Bildwiederholrate beträgt 200 Hz.

Warum gibt es den Fernseher mit deutlich höheren Frequenzen?

Alle Hz-Angaben die über 200 Hz gehen, sind „Schönrederein“ der Hersteller. Bei 50 Bildern pro Sekunde werden weiter Unterbilder erzeugt, die das Bild flüssiger machen. Das bringt nicht nur Vorteile mit sich, sondern auch Nachteile. Durch dieses Verfahren kann der sogenannte „Soap-Effekt“ entstehen. Der Effekt beschreibt das Phänomen, dass die Bewegungen der Darsteller so deutlich werden, dass der Hintergrund statisch wirkt. Vielleicht ist dir das schon mal bei einem Fernseher aufgefallen?!

Da Fernseher-Hersteller kluge Köpfe sind, werden diese hohen Bildwiederholraten zusätzlich mit tollen Worten wie Clear-, Active oder Perfect-Motion-Rate verziert. Die Bezeichnungen sind herstellerspezifisch, aber beinhalten alle das Selbe. Das Zusammenspiel zwischen Bildwiederholrate, Zwischenbildern und Backlight-Regeln lassen die Hz-Angaben künstlich hochrechnen.

Hier mal ein Beispiel: 100 Hz + 2 x Zwischenbildberechnung + 2 x Backlight ergeben gleich 400 Hz. So können mal eben aus 200 Hz schnell 1.600 Hz oder wie eingangs erwähnt 3.200 Hz werden.

Wer 3D guckt brauch etwas mehr Hz!

Etwas anders verhält es sich bei 3D Fernsehern. Auf Grund der Tatsache, dass 3D Fernseher das Bild quasi teilen – einmal für das linke und einmal für das rechte – wird auch die Bildwiederholrate „geteilt„. Aus diesem Grund empfehlen wir Dir einen 3D Fernseher mit mindestens 200 Hz zu wählen. 100 Hz für Dein linkes Auge und 100 Hz für Dein rechtes Auge.

Mehr zur Bildwiederholrate auf: Wikipedia.org

Fazit

Du merkst, eigentlich benötigst du lediglich einen 100 Hz Fernseher um ein gutes Bild dargestellt zu bekommen. Der „Soap-Effekt“ tritt dabei nicht immer bei höheren Bildwiederholraten auf. Natürlich wissen auch die Hersteller, dass es diesen „Soap-Effekt“ gibt und entwickeln ihre Bildprozessoren immer weiter. Diese Bildprozessoren verbessern das Bild – sind aber ein anderes Kapitel. Dazu mehr in unserem bald folgenden Artikel zu Bildprozessoren.




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Kommentare

Jano 22. Januar 2017 um 17:34

Das Auge kann weit mehr als 30 Bilder die Sekunde verarbeiten…
Ab 25 Bildern/s erkennt das Auge die Bilder nicht mehr als einzelne
sondern als Film.


Laki 11. Oktober 2016 um 10:23

Hallo,
oft werden aber von den Herstellern die „geschönten“ Hz-Zahlen angegeben. Wie weiß ich wieviel Hz wirklich verbaut sind? Kann ich das irgendwo ersehen oder errechnen?


Panko 15. August 2015 um 6:20

Sehr Schöner Artikel, gefällt mir gut. Die meisten Geräte haben ausreichend Hz, früher mußte man viel mehr drauf achten.


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